Vasektomie (Sterilisation des Mannes)

Vasektomie ist die Sterilisation des Mannes, die aufgrund der anatomischen Gegebenheiten deutlich weniger aufwendig ist als die Sterilisation der Frau. Die Vasektomie ist eine der sichersten und kostengünstigsten Verhütungsmethoden.

Es wird auf beiden Seiten oberhalb des Hodensackes ein kleiner Schnitt gesetzt und ca. 2 cm vom jeweiligen Samenleiter (ductus deferens) entfernt. Anschließend werden beide Enden unterbunden.

Die Familienplanung sollte auf jeden Fall abgeschlossen sein!

Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant und in Lokalanästhesie. Die Operation selbst dauert ca. 20 bis 30 min und gilt als komplikationsarm.

Die Wunde heilt sehr schnell, da nur jeweils ein kleiner Schnitt vorgenommen wird. In der Regel ist der Patient mit kleinen individuellen Unterschieden 1-2 Tage nach der Operation wieder beschwerdefrei.

Unmittelbar nach der Operation sollte 24 h lang eine körperliche Schonung erfolgen und in der ersten Woche nach der Operation sexuelle Aktivität vermieden werden.

Bis zum 2-maligen Nachweis spermafreier Spermiogramme besteht weiterhin Zeugungsfähigkeit durch Spermien, die sich noch in den Samenblasen befinden.

Die erste Untersuchung erfolgt in der Regel 6 Wochen, die zweite 8 Wochen nach der Operation in unserem praxiseigenen Labor.

Bis zur ersten Spermauntersuchung sollte nach Möglichkeit mehr als 20-mal ejakuliert werden, damit die Samenblasen sich entleeren können und das Ejakulat spermafrei wird.

Vor einer Vasektomie führen wir mit Ihnen persönlich, auf Wunsch auch gerne zusammen mit Ihrer Partnerin, ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Gemeinsam planen wir Ihren Operationstermin sowie die anschließende Wundkontrolle. Die Operation erfolgt in unserer Praxis in einem modern ausgestatteten Operationsraum unter Lokalanästhesie (örtliche Betäubung).

Vasovasostomie

Grundsätzlich ist es jederzeit möglich, die beiden Enden der durchtrennten Samenleiter  wieder zusammenzuführen (Vasovasostomie).  Dabei handelt es sich um einen mikrochirurgischen Eingriff, der deutlich aufwendiger und damit auch kostenintensiver ist als die Vasektomie.

Die Schwangerschaftsrate nach einer Vasovasostomie ist abhängig vom Zeitpunkt der vorangegangenen Sterilisation. Je kürzer sie zurückliegt,  desto wahrscheinlicher ist die Erfolgsrate.

Die Vasektomie ist eine Privatleistung und wird von der Krankenkasse nicht übernommen.

Gerne können Sie einen Termin bei Dr. Davoudi, Dr. Haltaufderheide oder Hr. Wessel zur Beratung und Aufklärung in unserer Praxis vereinbaren.